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Unikatschmuck aus handgefertigten Glasperlen und Filzkugeln

Filzkugelwerkstatt

Filzen ist eine der ältesten Textiltechniken,schon die Nomadenvölker haben sie zur Herstellung von Zelten und Kleidung genutzt. Die handwerkliche Herstellung von Filzobjekten ist sehr zeitaufwändig und erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Filztechnik

Die Technik des Filzens besteht darin, gekämmte Wollfasern mit Hilfe von heißem Wasser und Bewegung zu einem festen Gewebe zu verbinden. Die Zugabe von Seife beschleunigt den Prozess des Filzens. Die Fasern ziehen sich durch Hitze zusammen und durch Reiben und Walken verhaken sie, wenn sie kreuz und quer übereinander gelegt wurden. Jenachdem wie fest die Wolle gewickelt wurde, schrumpft sie um 20 bis 40 Prozent. Deshalb ist es empfehlenswert, eine Probekugel zu machen.

Im Fachhandel werden drei Kämmarten der Wolle angeboten: Als Kammzug, Vlies und Kardenband. Zum Filzen von Kugeln eignet sich besonders  der Kammzug, weil man diesen mit den Fingern gut in einzelne Faserstreifen abziehen (nicht schneiden!) kann. Als Seife eignet sich besonders: Flüssige Olivenölseife, weil sie sich sehr gut in heißem Wasser auflöst und  hautfreundlich ist. Flüssige Schmierseife,Seifenflocken oder Kernseife können auch benutzt werden, kosmetische Seifen und Allzweckreiniger eignen sich nicht.

Material

  • stabiler Tisch mit wasserunempfindlicher Oberfläche oder ein Tisch, der
    mit Plastikfolie abgedeckt wurde
  • Kochtopf mit 250 ml heißem Wasser, in das 25 ml Olivenölseife gegeben
    wurde
  • Kunststoff-Gittermatte
  • ein altes Handtuch, es wird dreifach gefaltet unter das Gitter gelegt,
    damit der Arbeitsplatz  nicht zu nass wird.
  • Wolle vom Kammzug
  • Warmhalteplatte oder Stövchen

Kugeln filzen

  1. Von dem Kammzug reißt man ein ca. 30 cm langes Ende ab. Hierzu zieht man die Faser an der Reißstelle zuerst mit den Fingern locker auseinander, dann läßt sich das Stück leichter abreißen (nicht schneiden). Von diesem Stück zieht man mit den Fingern einen schmalen (ca. 1 cm breiten) Streifen ab. An einem Ende macht man einen lockeren Schlaufenknoten als Anfang (siehe Foto 1).
  2. Die Schlaufe wird nach unten über den Knoten gekippt. Um diesen Mittelpunkt wickelt man die Wolle in Längs- und Querrichtung genauso wie man ein Wollknäuel aufwickeln würde. Allerdings muss die Wolle fest gewickelt werden, bis man eine feste gleichmäßige Kugel hat. Am besten geht das, wenn der Knoten von oben nach unten gewickelt wird. Zum Wickeln werden beide Zeigefinger und Daumen benötigt. Damit alles schön fest gewickelt wird, sollte die Wolle mit zwei Fingern (Ringfinger u. kleiner Finger) auf Spannung gehalten werden (siehe Foto 2).
  3. Je sorgfältiger und gleichmäßiger dies gemacht wird, umso schöner wird das Ergebnis. So stark, wie sich die trockene Wollkugel zusammendrücken lässt, so dick wird ungefähr die fertige Filzkugel.
  4. Die Kugel in 50 - 60 Grad (so dass man mit den Fingern gerade noch reinfassen mag) heißes Seifenwasser tauchen und in den Handflächen vorsichtig mit kreisenden Bewegungen rollen. Dabei am Anfang nur ganz wenig Druck ausüben. Es wird sich eine immer dichtere Oberfläche bilden. Darauf achten, dass sich keine Falten zusammenfilzen, dann wurde die Kugel zu locker gewickelt (siehe Foto 3).
  5. Während des gesamten Filzvorganges die Kugel immer wieder in heißes Seifenwasser tauchen. Wenn das Seifenwasser auf dem Stövchen oder der Warmhalteplatte steht, hat man immer die gleiche Temperatur zur Hand. (siehe Foto 4)
  6. Erst wenn sich alles etwas fester anfühlt, ist es möglich den Filzvorgang zu beschleunigen. Dafür die Kugel stärker mit kreisenden Bewegungen auf der Gittermatte fertig arbeiten (siehe Foto 5).

    Tipp: Wenn Sie etwas mehr Routine haben, können Sie 5 Filzkugeln gemeinsam unter einer Hand auf dem Gitter fertig filzen (Foto 6)

  7. Eine fertige Kugel fühlt sich kompakt und hart an. Zum Schluss wird die Filzkugel unter fließenden Wasser ausgespült, etwas in der Hand nachgerollt und auf der Heizung oder Fensterbank getrocknet. Die trockene Filzkugel kann mit einer Stopfnadel durchstochen werden, um sie z.B. in ein Armband oder eine Kette zu integrieren. Sollte die Kugel einmal schmutzig sein, kann sie bedenkenlos in Feinwaschmittel z.B. im Waschbecken gewaschen werden.

    Tipp: Wenn verschiedenfarbige Kugeln auf der Gittermatte gearbeitet werden, muss bei Farbwechsel die Matte unter klarem Wasser abgespült werden, damit sich keine Faserreste der ersten Farbe auf die Kugeln der zweiten Farbe setzen und mit einfilzen. Man kann die Fasern dann nicht mehr lösen, da sie festgefilzt sind. Das Seifenwasser kann in jedem Fall immer wieder benutzt werden.

Kreativ-Packungen mit dem benötigten Material sind auf meiner Webseite erhältlich

Viel Spass und Erfolg wünscht
Rebekka Bauer

Filzkugelwerkstatt Foto 1
Filzkugelwerkstatt Foto 2
Filzkugelwerkstatt Foto 3
Filzkugelwerkstatt Foto 4
Filzkugelwerkstatt Foto 5
Filzkugelwerkstatt Foto 6

Margarete Rebekka Bauer · Neu-Rautendorfer Str. 50 · D 29887 Grasberg
Telefon: +49(0)4293 7373 · Telefax: +49(0)4293 7474 · Email: info@rebekka-beads.com

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